Monitor Test 2016

Mittlerweile wurden die alten Röhrenmonitore vollständig durch LCDs ersetzt. Durch die großzügige Auswahl an verschiedenen Eigenschaften ist es nun möglich, den Monitor zu kaufen, welcher perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Dabei liegen die jeweiligen Unterschiede sowohl in der Größe, als auch in der Ausstattung. Damit zusammenhängend ist auch die Preisspanne ziemlich breit.

Die Auswahl des richtigen Monitors ist heutzutage alles andere als einfach, zumal es eine ganze Reihe an verschiedenen Monitoren gibt. Somit kann man beim Kauf des neuen Monitors sehr schnell den Überblick verlieren. Zudem können Laien die jeweiligen Beschreibungen in den meisten Fällen gar nicht verstehen. Wir erklären Ihnen in unserem Monitor Test, worum es sich bei den einzelnen Eigenschaften handelt und worauf es beim Kauf eines Monitors ankommt.

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Die optimale Größe des Monitors

Monitor-Groesse
Monitor Größe

Das erste, worauf beim Kauf des neuen Monitors geachtet wird, ist dessen Größe. Um die richtige Monitorgröße zu bestimmen, muss man sich im Voraus genau überlegen, zu welchem Zweck der PC zum Einsatz kommt, bzw. wie viel Zeit man täglich vor diesem verbringt. Ein überdimensional großer Monitor ist für das stundenlange Sitzen vor dem PC eher nicht geeignet. In unserem Monitor Test haben sich für den täglichen Gebrauch Monitore mit einer Größe von 22 Zoll bis 24 Zoll als die beste und sinnvollste Auswahl herausgestellt. Vielmehr wird ein 24 Zoll Monitor am meisten ausgewählt. Da größere Monitore nachweislich die Produktivität steigern, ist ein unter 22 Zoll großer Monitor nicht unbedingt für die Office Anwendung geeignet. Ein größerer Monitor sollte dann ausgewählt werden, wenn dieser neben dem üblichen Gebrauch auch als TV eingesetzt werden soll. Daneben eignet sich ein größerer Monitor ebenfalls für die Grafikbearbeitung an. Wer jedoch speziell auf der Suche nach einem 4K Monitor mit UHD-Auflösung ist, wird um einen 27 Zoll großen Monitor ebenfalls nicht umkommen. Es handelt sich bei einem 4K Monitor um einen mit der Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten.
Im Handel werden auch Monitore in der Größe unter 20 Zoll angeboten. Diese machen jedoch nur dann wirklich Sinn, wenn sie selten zum Einsatz kommen. Für den regelmäßigen Gebrauch sind diese jedoch keinesfalls zu empfehlen, da sie die Produktivität negativ beeinträchtigen können.

LCD und TFT – Worin besteht der Unterschied?

Wer auf der Suche nach einem Monitor Test ist, wird sowohl auf den Begriff LCD-Monitor als auch auf den Begriff TFT-Monitor stoßen. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen diesen Begriffen? Das Kürzel LCD, auf Englisch „Liquid Crystal Display“, sagt aus, dass es sich bei dem Monitor um einen Flüssigkristall-Monitor handelt. Bei einem TFT-Monitor, bzw. dem „Thin Film Transistor“-Monitor handelt es sich um einen Monitor mit Dünnfilmtransistor. Unter dem Begriff Dünnfilmtransistor wiederum ist eine bestimmte LCD-Technik gemeint. Da die TFT-Technik mittlerweile zum Standard gehört, gibt es im Grunde keinen Unterschied zwischen den beiden Monitoren, sodass diese Begriffe beim Kauf des Monitors keine Rolle spielen.

Unterschied-TFT-LCD
Unterschied TFT LCD

Die optimale Bildauflösung

Bei den neueren LCD-Displays kommt das Format 5:4 nicht mehr zum Einsatz. Hier sind die üblichen Formate 16:9 oder 16:10. Die Kombination aus dem Format und der Display-Größe bestimmen die optimale Bildschirmauflösung. Ist die Auflösung zu hoch, kann es passieren, dass die Schrift unleserlich ist. Wenn dies jedoch der Fall ist, kann die Schrift einfach eingestellt werden, da Windows solch eine Möglichkeit anbietet. Die Monitore sind daneben in der Regel für eine bestimmte, die sog. native Auflösung konzipiert. Daher stellt die optimalste Auflösung die vom Hersteller angegebene an. Denn die Änderung der Auflösung ist sowieso in Ausnahmefällen, wie z.B. im Falle einer nicht ausreichenden Performance im Spiel, nötig.

Der richtige Betrachtungswinkel

Der Betrachtungswinkel des Monitors wird gerade dann von Bedeutung, wenn mehrere Menschen sich an einen Monitor drängen, um beispielsweise Fotos zu betrachten. Ist der Betrachtungswinkel des Monitors nicht ausreichend hoch, lässt sich das Foto nur schwer oder kaum sehen, wenn man versucht, von der Seite aus, einen Blick auf den Monitor zu werfen. Die einzelnen Werte für den Betrachtungswinkel werden mit H (horizontaler Blickwinkel) und V (vertikaler Blickwinkel) angegeben. Je höher diese Werte sind, desto besser ist das Bild auf dem Monitor von oben und unten oder von der Seite her betrachtet, zu sehen. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, diesen im Laden einfach zu testen.

Helligkeitswert des Monitors

Helligkeit-Monitor-TestDer Helligkeitswert des Monitors wird in cd/m2, bzw. in Candela pro Quadratmeter gemessen. Die LCD-Monitore weisen einen Helligkeitswert von 200 bis ca. 400 cd/m2 auf. Ein Mittelwert reicht hier völlig aus. Ist der Monitor nämlich zu hell, führt dies zur Ermüdung der Augen. Neben dem Helligkeitswert ist es viel wichtiger, dass es die Möglichkeit gibt, die Helligkeit zu regeln.

Kontrast und Bildschärfe

Die Kontrastdarstellung ist bei der Auswahl des Monitors wichtiger als der Helligkeitswert. Bei der Kontrastdarstellung handelt es sich um das Verhältnis von Schwarz und Weiß. Wird der Kontrast von 8000:1 angegeben, bedeutet dies, dass Weiß 8000 Mal heller als das Schwarz dargestellt wird. Diese Angabe stellt den statischen Kontrast dar. Dieser wird jedoch meist gar nicht angegeben. Vielmehr enthält der Monitor die Angabe zum dynamischen Kontrast. Dieser ist höher als der statische Kontrast und wird automatisch vom Monitor geregelt.

Reaktionszeit

Reaktionszeit-Monitor-Test
Reaktionszeit Monitor

Die Reaktionszeit des Monitors spielt für diejenigen Menschen eine wichtige Rolle, die am PC Spiele spielen oder sich gern Filme ansehen. Aus diesem Grund besitzen die Monitore für Gamer möglichst kleine Reaktionszeiten. Ist die Reaktionszeit nämlich groß, kommt es zum Verschmieren des Bildes, da der Farbwechsel mit der Geschwindigkeit nicht mitkommt. Von den Herstellern werden meist auch tatsächlich kurze Reaktionszeiten angegeben, doch beim Monitor Test wurde bestätigt, dass die Herstellerangabe von 2 Millisekunden beispielsweise nicht unbedingt der Realität entspricht. Daher sind die Angaben der Reaktionszeit eher als ein Richtwert zu betrachten. Ansonsten kommen die LCD Monitore viel besser mit einem Schwarz-zu-Schwarz-Wechsel aus als mit dem Grey-to-Grey-Wechsel.

VGA, DVI und HDMI-Anschlüsse

Bei der Auswahl des Monitors muss auch über dessen Anschlussmöglichkeiten nachgedacht werden. Bei der Angabe zum VGA-Anschluss handelt es sich um den alten VGA-Anschluss, welcher die analogen Signale zwischen Monitor und der Grafikkarte überträgt. Diese werden anschließend umgewandelt. Liegt ein DVI-D Anschluss nicht vor, ist ein Adapter nötig, um die Signale von analog zu digital sowie umgekehrt umwandeln zu können. Der DVI-D Anschluss erledigt dies automatisch und stellt daher eine bessere Auswahl dar. Ansonsten steht DVI für „Digital Visual Interface“ und stellt eine digitale visuelle Schnittstelle dar. Mittlerweile ist DVI Standard bei LED-Monitoren.
Ein Monitor mit HDMI-Anschlüssen bietet die Full HD-Qualität. HDMI steht für „High Definition Multimedia Interface“. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle für hochauflösende Multimedia-Anwendungen. Bei HDMI handelt es sich um eine Weiterentwicklung von DVI.

CCFL und LED – der Unterschied

LED-Monitor-TestDas Kürzel CCFL („Cathode Fluorescent Lamp“) bezieht sich auf die CCFF-Röhre, die bei älteren Modellen benutzt wurden und die Flüssigkristallelemente durchleuchteten. Diese Kaltkathodenlampe kennen wir von den Leuchtstoffröhren. Die Bildschirme mit dieser Technik konnten an den helleren Stellen auf dem Bildschirm erkannt werden. Im Gegensatz zu dieser Technologie werden heutzutage bei der LED Blacklight Technologie LEDs („light-emitting diode“) verwendet. Diese sind den CCFL-Röhren überlegen, da hier die Beleuchtung gleichmäßig auf dem Bildschirm verteilt wird. Das Resultat ist ein kontrastreicheres Bild, das insgesamt besser ausgeleuchtet ist. Ein weiterer Vorteil der LEDs im Gegensatz zu der CCFL-Technologie besteht in der Tatsache, dass die LEDs einen geringeren Energieverbrauch haben und zudem langlebiger sind. Daneben wird bei der Produktion von Monitoren mit LEDs auf umweltschädliche Stoffe und auf den Gebrauch von Quecksilber gänzlich verzichtet, sodass diese auch in dieser Hinsicht eine bessere Auswahl darstellen.

Der Unterschied zwischen den einzelnen Panel-Arten

Die LCD-Monitore gibt es in drei unterschiedlichen Panel-Typen: TN, PVA/MVA und S-IPS / IPS. Die Auswahl des jeweiligen Panel-Typs hängt vom jeweiligen Anwendungsbereich ab.

TN

Bei Monitoren mit der TN Technologie (Twisted Nematic-Technologie) kann man sich die Anordnung der Flüssigkristalle wie eine Spirale vorstellen, bei der die Kristalle in mehreren Ebenen übereinanderliegen und im ausgeschalteten Zustand zueinander verdreht sind. Dabei liegen die oberste und die unterste Schicht in einem Winkel von 90° zueinander. Durch diese Technologie wird die schnelle Reaktionszeit ermöglicht. Außerdem ist diese Technologie sparsamer im Vergleich zu den anderen Panel-Typen, da sie eine schwache Hintergrundbeleuchtung braucht.
Für den privaten Gebrauch sind Monitore mit diesem Panel-Typ völlig ausreichend. Die Herstellung solcher Monitore ist günstig, sodass es möglich ist, einen Monitor mit TN-Panel zu günstigem Preis und guter Qualität zu kaufen. Die Farbdarstellung und die Reaktionszeit reichen zwar für den Normalbenutzer vollkommen aus, doch professionelle Grafiker müssten zu einem anderen Panel-Typ greifen.

PVA / MVA

Dieser Panel-Typ ist technisch gesehen so ähnlich wie TN-Panel aufgebaut. Der Unterschied besteht darin, dass ein PVA-Panel („Patterned-Vertical-Alignment“) sowie das weiterentwickelte MVA-Panel („Multi-Domain-Vertical-Alignment“) für jede Pixelzelle zusätzlich eine Unterteilung besitzen, was eine gezielte Ansteuerung ermöglicht. Dadurch werden eine bessere Blickwinkelstabilität sowie ein deutlicherer Kontrast gewährt. Zudem ist die Farbwiedergabe ebenfalls besser. Zu den Nachteilen zählen hier ein höherer Stromverbrauch wegen der stärkeren Hintergrundbeleuchtung sowie die langsamere Schaltzeit. Diese Monitore liegen preislich zwischen den T-Monitoren und den ISP-Monitoren. Für Grafiker stellen sie eine gute Auswahl dar. Für Gamer sind diese jedoch eher nicht geeignet.

S-IPS / IPS

Die parallel zueinander geordneten Flüssigkristalle des IPS-Panels („In-Plane-Switching“) sorgen für eine hohe Stabilität des Blickwinkels sowie für realitätsnahe und kräftige Farben. Aufgrund der intensiveren Hintergrundbeleuchtung ist der Stromverbrauch hier jedoch etwas höher und die Reaktionszeit etwas langsamer. Monitore mit diesem Panel-Typ werden überwiegend von Designern und Grafikern ausgewählt. Im privaten Bereich ist es möglich, auch günstigere Modelle zu finden. Doch für Gamer sind diese Modelle wegen der langsamen Reaktionszeit gar nicht geeignet.

Zusätzliche Ausstattung

Die zusätzliche Ausstattung sowie besondere Eigenschaften der Monitore können die Kaufentscheidung zusätzlich erleichtern. So eignen sich für den Bürobereich Monitore mit ergonomischer Ausstattung am besten an. Dies bedeutet, dass solche Monitore am besten in der Höhe verstellt werden können. Monitore dagegen, die daneben noch geschwenkt werden können, finden in Präsentationsräumen gute Anwendung.

Sonstige Monitor-Modelle

In den letzten Jahren werden auch Monitore angeboten, die das Interesse an 3D-Inhalten zusätzlich unterstützen. Diese sind mit der entsprechenden 3D-Brille ausgestattet. Die 3D-Monitore arbeiten mit einer doppelten Wiederholungsfrequenz, welche jedoch eine 3D-Brille voraussetzt sowie eine spezielle Grafikkarte.

Die Multitouch-Monitore sollten die Möglichkeit besitzen, soweit wie möglich nach hinten geneigt werden zu können. Sonst werden die Arme auf die Dauer durch die Bedienung mit den Fingern schwer. Bei Multimedia-Anwendungen kommt solch ein Monitor sehr gut zum Einsatz. Für die Office-Anwendung ist er jedoch weniger geeignet.

Zu den noch nicht weit verbreiteten Monitoren zählen auch die PCoIP-Monitore. Es handelt sich hierbei um Monitore, die kabellos direkt an den Server angeschlossen werden. Es ist anzunehmen, dass diese Monitore in der Zukunft immer anziehender für Unternehmen werden könnten. Denn durch deren Einsatz werden sich die Investitionen des Unternehmens auf einen PC-Arbeitsplatz belaufen.

Die angekündigten OLED-Bildschirme (Organic Light-Emitting Diode) lassen weiterhin auf sich warten, da sie derzeit in der Produktion immer noch zu teuer sind. Somit beläuft sich deren Produktion weiterhin auf einige seltene luxuriöse Geräte. Diese diodengesteuerten Modelle werden jedoch, wie ihre Prototypen belegen, in Zukunft für eine zusätzlich verbesserte Bildqualität sorgen.

Zubehör des Monitors

Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, welche Kabel inklusive enthalten sind. Denn besonders die HDMI– und DVI-Kabel sind nicht gerade günstig. In unserem Monitor Test haben wir leider feststellen müssen, dass oft nur ein VGA-Kabel im Zubehör enthalten war. Denn viele Hersteller sparen offensichtlich gerade am Zubehör.
Daneben sollte man nicht vergessen, zu überprüfen, ob das Handbuch in der eigenen Sprache vorhanden ist, da dies nicht unbedingt immer der Fall ist. Eine lange Garantiezeit ist ebenfalls wünschenswert, da diese meist auch viel über die Qualität aussagt. Teurere Monitore haben meist eine längere Garantiezeit, während diese bei den günstigen Modellen sehr oft nicht länger ist als die gesetzliche Mindestzeit.
Wer mit seinem Monitor auch DVB-T empfangen möchte, sollte darauf achten, dass ein Digitaltuner integriert ist. Eine Fernbedienung ist in diesem Fall ebenfalls von Vorteil.

Der Preis des Monitors

Monitor-Preis
Monitor Preis

Die Preise der einzelnen Monitore können stark voneinander variieren. So sind 22 Zoll-Monitore bereits unter 100 Euro zu haben. Wer einen 24 Zoll-Monitor kaufen will, muss mit einem Mindestpreis von 140 Euro rechnen. Die Modelle ab 27 Zoll sind ab 200 Euro erhältlich. Die Qualität des jeweiligen Monitors erhöht noch zusätzlich dessen Preis. Ein Monitor Test sowie verschiedene Kundenrezensionen können die Kaufentscheidung zusätzlich erleichtern. Wird der Monitor über das Internet bestellt, kann über die Versandkosten gespart werden, da diese über einem bestimmten Betrag sehr oft kostenlos sind.

 

Monitor Test 2016 mit 5 von 5 Punkten